Trinken bei Hitze: Wie Dialysepatienten den Sommer gut überstehen
Hohe Temperaturen stellen Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion vor eine besondere Herausforderung: Der Körper verlangt nach Flüssigkeit – die Trinkmenge ist jedoch begrenzt. Im Zentrum für Nieren- und Hochdruckerkrankungen mit Standorten in Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten durch die Sommermonate und geben Hilfestellung, wie sich Durst lindern lässt, ohne die Flüssigkeitsbilanz aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Hohe Temperaturen stellen Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion vor eine besondere Herausforderung: Der Körper verlangt nach Flüssigkeit – die Trinkmenge ist jedoch begrenzt. Im Zentrum für Nieren- und Hochdruckerkrankungen mit Standorten in Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten durch die Sommermonate und geben Hilfestellung, wie sich Durst lindern lässt, ohne die Flüssigkeitsbilanz aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Warum die Trinkmenge auch im Sommer begrenzt bleibt
Bei nachlassender oder fehlender Urinausscheidung kann der Körper überschüssige Flüssigkeit nicht mehr selbst ausscheiden. Sie verbleibt im Gewebe und im Blutkreislauf, bis sie bei der nächsten Dialysebehandlung entzogen wird. Eine zu hohe Gewichtszunahme zwischen den Behandlungen belastet Herz und Kreislauf und macht den Flüssigkeitsentzug an der Dialyse anstrengender – häufig mit Blutdruckabfällen, Krämpfen oder Erschöpfung nach der Behandlung.
Gleichzeitig verliert der Körper bei Hitze über die Haut mehr Flüssigkeit als sonst. Das bedeutet nicht automatisch, dass mehr getrunken werden darf. Wie viel Spielraum tatsächlich besteht, hängt von der Restausscheidung, dem Trockengewicht und der individuellen Kreislaufsituation ab. Diese Einschätzung trifft immer das Behandlungsteam – bitte passen Sie Ihre Trinkmenge nicht eigenmächtig an.
Praktische Tipps gegen den Durst
Viele Beschwerden entstehen weniger durch echten Flüssigkeitsmangel als durch Durstgefühl und trockene Mundschleimhaut. Dagegen lässt sich einiges tun:
- Kühl statt viel: Eiswürfel oder gefrorene Beeren lutschen – das erfrischt spürbar bei minimaler Flüssigkeitsmenge.
- Salz reduzieren: Salzreiche Speisen sind der stärkste Durstauslöser. Würzen Sie mit Kräutern, Zitrone oder Pfeffer statt mit Salz.
- Mund befeuchten: Mundspülungen, zuckerfreie Bonbons oder Kaugummi regen den Speichelfluss an, ohne die Bilanz zu belasten.
- Kleine Gefäße nutzen: Ein kleines Glas wird bewusster getrunken als eine große Flasche. Teilen Sie die Tagesmenge gedanklich auf.
- Kühlung von außen: Kalte Unterarmgüsse, ein feuchtes Tuch im Nacken oder ein Ventilator senken das Hitzeempfinden – und damit den Durst.
- Medikamente mit den Mahlzeiten einnehmen: So sparen Sie zusätzliche Schlucke Wasser über den Tag.
Achten Sie außerdem auf versteckte Flüssigkeit: Suppen, Eis, Melone, Joghurt und Soßen zählen mit zur Tagesmenge.
Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten
Ein Blick auf die Waage gibt die verlässlichste Auskunft – wiegen Sie sich am besten täglich zur gleichen Zeit. Steigt das Gewicht zwischen den Behandlungen stärker als gewohnt, deutet das auf Wassereinlagerungen hin. Auch geschwollene Knöchel, Kurzatmigkeit im Liegen oder ein ungewöhnlich hoher Blutdruck sind Hinweise auf eine Überwässerung.
Umgekehrt kann bei starker Hitze auch das Gegenteil eintreten: Schwindel beim Aufstehen, ein deutlich niedriger Blutdruck, Muskelkrämpfe oder Verwirrtheit können auf einen Flüssigkeitsmangel hindeuten. Melden Sie solche Beobachtungen bitte frühzeitig – gegebenenfalls muss das Trockengewicht angepasst werden.
Wir beraten Sie persönlich
Jede Patientensituation ist anders. Was für den einen an heißen Tagen richtig ist, kann für den anderen ungeeignet sein. Sprechen Sie uns bei Ihrer nächsten Behandlung in Frankfurt (Oder) oder Eisenhüttenstadt an – unser Behandlungsteam nimmt sich Zeit, Ihre Trinkmenge und Ihr Trockengewicht gemeinsam mit Ihnen zu überprüfen.
Sie erreichen uns telefonisch unter 0335 – 558 98 0 oder per E-Mail an
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